Eine Frage der richtigen Planung.
Eine Wärmepumpe kann auch in einem bestehenden Altbau oder in einem historischen Wohngebäude effizient arbeiten. Entscheidend ist nicht allein das Baujahr, sondern das Zusammenspiel aus Gebäudehülle, Heizflächen, Vorlauftemperatur und Wärmequelle.
Die Frage nach der Wärme ist so alt wie das Bauen
Die Frage, wie Gebäude mit möglichst wenig Energie warm gehalten werden können, ist so alt wie das Bauen selbst. Brennstoffe mussten gewonnen, transportiert und für den Winter bevorratet werden. Holz war zwar ein nachwachsender Rohstoff, stand jedoch nie unbegrenzt zur Verfügung. Bereits seit dem Mittelalter regelten Waldordnungen seine Nutzung und sollten die vorhandenen Bestände langfristig schützen (Vgl. Nürnberger Reichswälder: 1294 Vereinbarung zum Schutz, 1516 “Waldordnung”).
Mit wachsender Bevölkerung und zunehmendem Energiebedarf wurden Heizen, Bauen und der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen immer wieder neu gedacht. Gebäudeform, Ausrichtung, kompakte Grundrisse, massive Wände, Dämmung und die gezielte Erwärmung einzelner Räume waren dabei nicht nur gestalterische Entscheidungen, sondern Teil eines über Jahrhunderte entwickelten Energiekonzepts.
Mit Kohle, Öl und Gas rückte dieser Zusammenhang zunehmend aus unserem Bewusstsein. Wärme wurde jederzeit verfügbar und die benötigte Energie blieb im Gebäude weitgehend unsichtbar. Heute begegnen uns viele dieser grundlegenden Fragen erneut: Wie viel Wärme benötigt ein Haus tatsächlich? Wie lässt sie sich mit möglichst wenig Energie bereitstellen? Und wie können wir vorhandene Gebäude weiterentwickeln, ohne ihre Substanz und ihren Charakter zu verlieren?
Die Wärmepumpe ist deshalb weniger ein völlig neuer Anfang als ein weiteres Kapitel in der langen Geschichte des Heizens. Sie nutzt vorhandene Umweltwärme und macht sie für das Gebäude nutzbar. Wie effizient das gelingt, entscheidet sich jedoch nicht allein am Gerät, sondern am Zusammenspiel von Architektur, Gebäudehülle, Heizflächen und Temperaturniveau.

Aber auch in unseren Gegenden wird manches Haus so gebauet, als wenn der Architekt gar keinen Gedanken an das Klima gefaßt hätte
Büsch, Johann Georg: Praktische Darstellung der Bauwissenschaft, Hamburg 1793. Bd. 1, Kap. 4: Rücksicht auf das Klima, S. 261
Der Gebäudebestand steht vor einem Wandel
Drei Viertel der Wohnungen in Deutschland werden noch mit Gas oder Heizöl beheizt. Wärmepumpen spielen im bestehenden Gebäudebestand bislang eine vergleichsweise kleine Rolle – im Neubau sind sie dagegen bereits die dominierende Heiztechnik.
Die entscheidende Aufgabe der kommenden Jahre liegt deshalb im Bestand: Bestehende Wohngebäude müssen so weiterentwickelt werden, dass erneuerbare Wärme technisch sinnvoll, wirtschaftlich und mit Rücksicht auf ihre Bausubstanz eingesetzt werden kann.
Wenn das Ziel erreicht werden soll, bis 2045 klimaneutral zu werden, würde dies bedeuten, dass jährlich ca. 970.000 Heizsysteme auf erneuerbare Energien umgerüstet werden müssen.
Aktueller Stand der Forschung
Fraunhofer-Messungen an 77 Bestandsgebäuden bestätigen, dass Wärmepumpen auch in älteren Häusern effizient arbeiten können. Eine vollständige Sanierung auf Neubaustandard war dafür nicht grundsätzlich erforderlich.
Effizienz im realen Betrieb
Über vier Jahre untersuchte das Fraunhofer ISE Wärmepumpen in Ein- bis Dreifamilienhäusern unter realen Bedingungen.
Ausgangslage war, dass gut die Hälfte der Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland vor 1977 gebaut wurde und damit vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung. Weitere ca. 15 % der Gebäude wurden bis zur dritten Wärmeschutzverordnung 1995 und weitere knapp 10 % bis zur ersten Energieeinsparverordnung 2002 errichtet. Ein Teil dieser Gebäude wurde seit deren Errichtung in unterschiedlicher Ausprägung energetisch saniert.
Mit Blick auf diese heterogene Ausgangssituation galt es Maßnahmen zur Sicherung eines effizienten Wärmepumpenbetriebs zu entwickeln. Gleichzeitig sollten weitere Fragestellungen mit Blick auf bivalente Systeme geklärt werden mit der Kombination von Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen.
Die gemessenen Jahresarbeitszahlen lagen zwischen 2,6 und 5,4. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4, erdgekoppelte Systeme durchschnittlich 4,3. Aus einer Kilowattstunde Strom entstanden damit im Mittel 3,4 beziehungsweise 4,3 Kilowattstunden Wärme. Gegenüber einer Gasheizung verursachten die untersuchten Anlagen im Jahr 2024 durchschnittlich rund 64 Prozent weniger CO₂.
Entscheidend ist die Planung
Zwischen dem Baujahr eines Gebäudes und der Effizienz seiner Wärmepumpe stellten die Forschenden keinen direkten Zusammenhang fest. Auch ausreichend dimensionierte Heizkörper konnten im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen betrieben werden wie Flächenheizungen. Gleichzeitig zeigte die Untersuchung Verbesserungspotenziale: Einige Anlagen waren zu groß ausgelegt, schalteten zu häufig oder erzeugten unnötig Wärme auf hohem Temperaturniveau. Nicht das Alter des Hauses entscheidet daher über den Erfolg, sondern eine sorgfältige Planung, Dimensionierung, Installation und Inbetriebnahme des gesamten Systems.

Wärmepumpen im Bestand
Viele Bestandsgebäude lassen sich sinnvoll mit einer Wärmepumpe beheizen – häufig auch ohne vorherige vollständige Sanierung. Voraussetzung ist eine sorgfältige Analyse: Wie hoch ist die Heizlast der einzelnen Räume? Welche Vorlauftemperaturen benötigen die vorhandenen Heizflächen? Wo lassen sich Wärmeverluste reduzieren und welche Maßnahmen verbessern die Effizienz des Gesamtsystems?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Während in manchen Gebäuden bereits größere Heizkörper und ein hydraulischer Abgleich genügen, sind andernorts Verbesserungen an Fenstern, Dach oder Fassade sinnvoll. Ziel ist nicht, jedes Gebäude auf Neubaustandard zu bringen, sondern den erforderlichen Temperaturhub zu reduzieren und die Wärmepumpe passend zum tatsächlichen Bedarf auszulegen.
Als Architekt und Energieeffizienz-Experte für München und die Region betrachten wir Heiztechnik, Gebäudehülle und Nutzung gemeinsam. So entsteht ein technisch belastbares Konzept, das zum Haus und zu den langfristigen Zielen seiner Eigentümer passt.
Umweltwärme auf ein nutzbares Temperaturniveau bringen
Eine Wärmepumpe entzieht der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme und hebt diese mithilfe eines Kältemittelkreislaufs auf das für Heizung und Warmwasser erforderliche Temperaturniveau an.
Temperaturhub: Je geringer der Unterschied zwischen Wärmequelle und benötigter Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.
Deshalb sind nicht allein die Dämmung oder das Baujahr entscheidend. Ebenso wichtig sind ausreichend dimensionierte Heizflächen, ein hydraulisch abgeglichenes System und möglichst niedrige Vorlauftemperaturen. Auch bestehende Heizkörper können geeignet sein oder gezielt durch leistungsfähigere Modelle ergänzt werden.
Das Umweltbundesamt bestätigt den wesentlichen Zusammenhang: Je niedriger die erforderliche Vorlauftemperatur, desto geringer ist normalerweise der Strombedarf der Wärmepumpe.
Die Jahresarbeitszahl
Sie zeigt, wie viel nutzbare Wärme das System über ein Jahr im Verhältnis zum eingesetzten Strom bereitstellt. Typische Werte für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegen zwischen 2,5 und 4,0, abhängig von Außentemperatur und Dämmung. Es sind jedoch auch Modelle auf dem Markt mit Werten bis annähernd 6,0.
Wichtigste Einflussfaktoren für die Jahresarbeitszahl
Vorlauftemperatur Je niedriger die Temperatur des Heizwassers (z. B. durch Fußbodenheizung), desto höher die JAZ.
Heizlast und Dämmung Gut gedämmte Gebäude ermöglichen effizientere Laufzeiten.
Hydraulischer Abgleich Sorgt für eine gleichmäßige Verteilung im Haus und optimiert den Strombedarf.
Wie viel Wärme benötigt ein Gebäude?
Der Wärmebedarf eines Hauses hängt von seiner Größe, Geometrie, Bauweise, Nutzung und seinen energetischen Qualitäten ab. Ein unsanierter, denkmalgeschützter Altbau mit einem Baujahr vor 1918 kann gerne einen durchschnittlichen Heizenergieverbrauch zwischen 160 bis 250 kWh pro Quadratmeter und Jahr haben. Gebäude zwischen 1949 und 1978 die den größten Teil des Gebäudebestandes in Deutschland ausmachen, liegen zwischen 180 und 230 kWh pro Quadratmeter und Jahr.
Überschlägige Werte können eine erste Orientierung geben, ersetzen jedoch keine raumweise Heizlastberechnung.
Der Praxis-Nutzen: Wenn Sie einen Raum mit einer Fläche von 20 m² haben, benötigt dieser bei einem Wert von 70 W/m² eine Heizleistung von ca. 1.400 Watt (20 m² × 70 W/m² = 1.400 W oder 1,4 kW), um an kalten Tagen angenehm warm zu werden.
Einfamilienhaus: ca. 70 W/m²
Mehrfamilienhaus: ca. 65 W/m²
Einfamilienhaus: ca. 40 W/m²
Mehrfamilienhaus: ca. 35 W/m²
Einfamilienhaus: ca. 30 W/m²
Mehrfamilienhaus: ca. 25 W/m²
Einfamilienhaus: ca. 135 – 160 W/m²
Einfamilienhaus: ca. 180 – 200 W/m²
Einfamilienhaus: ca. 223 W/m²
Einfamilienhaus: ca. 194 W/m²
Einfamilienhaus: ca. 250 W/m²
Wärmepumpe im denkmalgeschützten Altbau
Auch denkmalgeschützte Gebäude können grundsätzlich mit einer Wärmepumpe beheizt werden. Voraussetzung ist ein individuelles Konzept, das den Wärmebedarf, geeignete Heizflächen und möglichst niedrige Systemtemperaturen mit dem Schutz der historischen Bausubstanz verbindet. Ziel ist nicht, das Gebäude ohne Rücksicht auf seine Besonderheiten an einen heutigen Standard anzugleichen, sondern eine technisch und denkmalpflegerisch angemessene Lösung zu entwickeln.
Eine besondere Herausforderung bilden historische Fassaden, die aufgrund ihrer Gestaltung oder Materialität nicht von außen gedämmt werden können. Gleichzeitig schließen Stuck, Wandmalereien, Vertäfelungen oder andere wertvolle Innenausstattungen häufig auch eine flächige Innendämmung aus. Eine Dämmung ohne genaue Kenntnis des Bauteilaufbaus und des Feuchteverhaltens ist nicht ratsam: Ungeeignete Maßnahmen können die Austrocknung behindern, Feuchtigkeit verlagern und langfristig Schäden an der Konstruktion verursachen.
Im denkmalgeschützten Gebäude kommt deshalb den inneren Oberflächentemperaturen eine besondere Bedeutung zu. Kalte Wand- und Anschlussbereiche erhöhen das Risiko von Tauwasser und Schimmelbildung. Anstelle einer pauschalen Dämmstrategie müssen Wärmebrücken, Raumklima, Nutzung und Feuchtehaushalt gemeinsam betrachtet werden. Gezielte Verbesserungen einzelner Bauteile, ausreichend dimensionierte Heizflächen und eine abgestimmte Regelung können den notwendigen Temperaturhub der Wärmepumpe reduzieren, ohne die historische Substanz unverhältnismäßig zu verändern.
Baudenkmale und besonders erhaltenswerte Bausubstanz werden auch rechtlich differenziert behandelt. Wenn energetische Anforderungen die Substanz oder das Erscheinungsbild beeinträchtigen oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand erfüllt werden können, sind Abweichungen möglich. Dadurch entsteht der notwendige Spielraum, um energetische Ziele und denkmalpflegerische Anforderungen projektspezifisch gegeneinander abzuwägen.
Eine besondere Möglichkeit bieten sogenannte Haus-im-Haus-Lösungen. Dabei wird innerhalb der historischen Gebäudehülle eine neue, weitgehend eigenständige Raum- und Klimahülle errichtet. Der Bestand bleibt in seiner Struktur und Ablesbarkeit möglichst erhalten, während der moderne Einbau zeitgemäßen Komfort und verbesserte energetische Eigenschaften ermöglicht. Solche Konzepte eignen sich besonders für Gebäude, bei denen klassische Dämmmaßnahmen nicht möglich oder mit erheblichen Eingriffen verbunden wären.
Auch Wandheizungen und gezielte Bauteiltemperierungen können im historischen Bestand eine sinnvolle Verbindung aus Raumwärme, Feuchteschutz und Substanzerhalt schaffen.
Bauteiltemperierung im historischen Bestand
Bei historischen Gebäuden kann eine Bauteiltemperierung das Wärmekonzept sinnvoll ergänzen. Dabei wird Wärme gezielt in gefährdete Wand-, Sockel- oder Anschlussbereiche eingebracht. Oberflächentemperaturen werden angehoben und Feuchtebelastungen können reduziert werden.
Besonders an erdberührten Bauteilen, Wärmebrücken oder empfindlicher historischer Bausubstanz kann eine gezielte Temperierung dazu beitragen, Schäden zu vermeiden und die Bauteile dauerhaft zu konservieren. Sie ist dabei als eigenständige Heiztechnik zu verstehen und nicht lediglich als Sonderform einer konventionellen Raumheizung.
Wärmeabgabe und Effizienz hängen stark von der Einbausituation, dem Wandaufbau und der Betriebsweise ab. Mithilfe einer hygrothermischen Simulation lässt sich untersuchen, wie sich Temperatur und Feuchtigkeit im Bauteil entwickeln. So kann die Temperierung gezielt dimensioniert und mit dem übrigen Heizsystem abgestimmt werden.
Vom Gebäude zum passenden Wärmekonzept.
Ob eine Wärmepumpe für ein Bestandsgebäude geeignet ist, lässt sich nicht allein anhand des Baujahrs beurteilen. Wir untersuchen Gebäudehülle, Heizflächen, Anlagentechnik und Nutzung im Zusammenhang und entwickeln daraus ein technisch belastbares Konzept für Ihr Bestandsgebäude.
Wir entwickeln Wärmepumpen- und Sanierungskonzepte für Bestandsgebäude in München und der Region – vom Einfamilienhaus bis zum denkmalgeschützten Stadthaus.
Bestand analysieren
Wir erfassen den energetischen Zustand des Gebäudes, untersuchen vorhandene Heizflächen und Anlagentechnik und ermitteln die erforderlichen Raumtemperaturen und Wärmeleistungen. Dabei berücksichtigen wir auch geplante Umbauten oder energetische Verbesserungen.
Wärmepumpenfähigkeit prüfen
Auf Grundlage der Heizlast und der vorhandenen Wärmeübergabe prüfen wir, welche Vorlauftemperaturen benötigt werden. Wir zeigen, ob bestehende Heizkörper weiterverwendet werden können und an welchen Stellen gezielte Anpassungen sinnvoll sind.
Wärmekonzept entwickeln
Wir vergleichen geeignete Wärmequellen und Anlagensysteme, stimmen Wärmepumpe, Heizflächen und Gebäudehülle aufeinander ab und berücksichtigen Aufstellort, Schallschutz und Warmwasserbereitung. Bei Baudenkmalen beziehen wir Substanzerhalt und gestalterische Anforderungen von Beginn an ein.
Umsetzung begleiten
Wir unterstützen bei Fördermitteln, technischen Nachweisen und der Abstimmung mit den beteiligten Fachunternehmen. Auf Wunsch begleiten wir Planung, Ausschreibung, Ausführung und Inbetriebnahme bis zum funktionsfähigen Gesamtsystem.
Fragen und Antworten zur Wärmepumpe
Grundsätzlich kann eine Wärmepumpe auch in einem unsanierten Gebäude funktionieren. Entscheidend sind die tatsächliche Heizlast, die erforderliche Vorlauftemperatur und die Größe der vorhandenen Heizflächen. Eine vollständige Sanierung auf Neubaustandard ist nicht immer notwendig. Häufig können bereits gezielte Maßnahmen die Voraussetzungen deutlich verbessern.
Nein. Auch ausreichend dimensionierte Heizkörper können mit einer Wärmepumpe effizient betrieben werden. Entscheidend ist, ob sie die benötigte Raumwärme bei möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen abgeben können. Das wird für jeden Raum individuell geprüft.
Eine vollständige Dämmung ist nicht grundsätzlich erforderlich. Sinnvoll können jedoch gezielte Verbesserungen an Dach, Fenstern, Kellerdecke oder einzelnen Fassadenbereichen sein. Welche Maßnahmen technisch und wirtschaftlich angemessen sind, hängt vom jeweilige
Je niedriger die notwendige Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Eine starre Grenze gibt es jedoch nicht. Maßgeblich sind Wärmequelle, Gerät, Heizflächen und Heizlast. Deshalb sollte die erforderliche Temperatur für das konkrete Gebäude ermittelt werden.
Die Dimensionierung erfolgt auf Grundlage einer Heizlastberechnung. Eine ausschließlich nach Wohnfläche oder bisherigem Brennstoffverbrauch ausgewählte Anlage kann zu groß oder zu klein ausfallen. Eine passende Auslegung verbessert Effizienz, Betriebsruhe und Lebensdauer.
In vielen Fällen kommt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe infrage. Je nach Grundstück und örtlichen Voraussetzungen können auch Erdsonden, Erdkollektoren oder Grundwasser als Wärmequelle sinnvoll sein. Die Systeme unterscheiden sich hinsichtlich Effizienz, Platzbedarf, Genehmigung und Investitionsaufwand.
Ja, sofern ein auf das Gebäude abgestimmtes Konzept entwickelt wird. Historische Fassaden, Innenausstattungen und schützenswerte Bauteile begrenzen häufig die Möglichkeiten einer konventionellen Dämmung. Umso wichtiger sind geeignete Heizflächen, kontrollierte Oberflächentemperaturen und ein zurückhaltend integriertes Anlagenkonzept.
Wandheizungen und Bauteiltemperierungen können Wärme mit vergleichsweise niedrigen Systemtemperaturen abgeben. Im historischen Bestand können sie zusätzlich die Oberflächentemperaturen erhöhen, Feuchtebelastungen reduzieren und empfindliche Bauteile schützen. Die Eignung muss anhand des jeweiligen Wandaufbaus geprüft werden.
Für Wärmepumpen und begleitende energetische Maßnahmen können Förderprogramme zur Verfügung stehen. Welche Förderung genutzt werden kann, hängt unter anderem vom Gebäude, dem bestehenden Heizsystem, der geplanten Anlage und dem Zeitpunkt der Antragstellung ab. Förderanträge müssen in der Regel vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
Welche Wärmelösung passt zu Ihrem Gebäude?
Wir prüfen die baulichen und energetischen Voraussetzungen und entwickeln ein abgestimmtes Wärmekonzept für Ihr Bestandsgebäude.
