Generalsanierung eines Wohnhauses in München-Ramersdorf
Ausgangspunkt war ein kleines Wohnhaus, dessen räumliche und energetische Qualitäten nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprachen. Ziel war es, die vorhandene Substanz weiterzuentwickeln und daraus ein zeitgemäßes, energieeffizientes Zuhause mit klaren Grundrissen und einer eigenständigen architektonischen Identität zu schaffen.
Eine besondere Herausforderung dabei war die Größe des Hauses. Mit seinen knapp 100qm Nutzfläche war es für eine vierköpfige Familie zu klein und die Anzahl der Zimmer war zu gering. Das Haus sollte in seiner wesentlichen Kubatur erhalten bleiben, weshalb ein geschickter Eingriff gefragt war.
Die bestehenden Grundrisse wurden neu geordnet und konsequent auf die heutigen Bedürfnisse der Bewohner ausgerichtet. Durch einen neuen, großzügigen Zwerchgiebel im Westen wurde das Haus im Dachgeschoss erweitert und um ein Zimmer ergänzt.
Im Zuge der Generalsanierung wurde das Gebäude vollständig entkernt. Das vorhandene Dach wurde vollständig abgetragen. Ab der Ebene des Erdgeschosses wurde das Haus in Holzständerbauweise neu aufgebaut und um eine neue Dachkonstruktion mit großzügigen Öffnungen ergänzt.
Das Ergebnis ist ein heller, offener Wohn- und Essbereich im Erdgeschoss und 3 Zimmer im Obergeschoss mit bis zu 3.80m Deckenhöhe.
Ökologie
Besonderer Wert wurde bei diesem Projekt auf einen ökologischen und bauphysikalisch abgestimmten Aufbau gelegt. Die Gebäudehülle erhielt eine hochwertige Dämmung aus außenliegender Holzfaser und Zellulose-Einblasdämmung zwischen Ständern. Das dafür entwickelte Materialkonzept verbindet nachwachsende Baustoffe mit einem leistungsfähigen Wärme- und Hitzeschutz und trägt zugleich zu einem angenehmen Raumklima bei.
Architektonische Planung und energetisches Konzept wurden von Beginn an gemeinsam entwickelt. Neben der Neuplanung der Grundrisse und der Konstruktion wurden der Energieausweis sowie ein umfassendes Energiekonzept erstellt. Auch die Eingabeplanung und das Genehmigungsverfahren bei der Stadt München waren Bestandteil der Planung.
Die fachliche Begleitung während der Bauphase stellte sicher, dass Entwurf, Materialkonzept und energetische Anforderungen aufeinander abgestimmt umgesetzt wurden. So entstand aus dem kleinen Bestandsgebäude ein zukunftsfähiges Wohnhaus, das Architektur, Energieeffizienz und ökologische Bauweise miteinander verbindet.
Projektdaten
Projekt
Generalsanierung und Neuordnung eines Wohnhauses
Ort
München-Ramersdorf
Maßnahmen
Entkernung, neue Grundrissplanung, Holzständerbauweise, neue Dachkonstruktion und Zwerchgiebel
Materialien
Holzfaserdämmung und Zellulose-Einblasdämmung
Leistungen
Architektur- und Grundrissplanung, Eingabeplanung, Detailplanung, Materialkonzept, Energiekonzept, Energieausweis und energetische Baubegleitung


Ausbau eines Rückgebäudes zu drei Apartments in Augsburg
Ausgangspunkt war ein vollständig entkerntes Rückgebäude in der Augsburger Innenstadt. Von der vorhandenen Immobilie war im Wesentlichen nur noch die bauliche Grundstruktur erhalten. Ziel des Projekts war es, innerhalb dieses Bestands drei eigenständige Apartments mit zeitgemäßen Grundrissen, hoher Wohnqualität und einem nachhaltigen Materialkonzept zu schaffen.
Der Innenraum wurde vollständig neu gegliedert und für die Nutzung als drei separate Wohneinheiten ausgebaut. Dabei entstanden kompakte, funktionale Apartments mit einer hochwertigen und sorgfältig aufeinander abgestimmten Innenausstattung. Bei der Auswahl der Materialien wurde besonderer Wert auf Langlebigkeit, Wohngesundheit und ökologische Qualität gelegt.
Auch die Gebäudehülle wurde umfassend erneuert. Die vorhandenen Fenster wurden durch zeitgemäße, energieeffiziente Elemente ersetzt. Die Fassade erhielt einen ökologischen Dämmaufbau aus Holzfasern und Zellulose-Einblasdämmung. Die Konstruktion verbessert den Wärme- und Hitzeschutz und unterstützt zugleich ein ausgeglichenes Raumklima.
Der bestehende Dachstuhl wurde vollständig abgetragen und neu errichtet. Der neue Dachaufbau kombiniert eine leistungsfähige Zwischensparrendämmung mit einer zusätzlichen Aufsparrendämmung aus Holzfaser. Dadurch konnte eine durchgängige und hocheffiziente Dämmebene geschaffen werden, die Wärmeverluste reduziert und den sommerlichen Wärmeschutz deutlich verbessert.
Die Ausführung wurde über den gesamten Bauablauf fachlich begleitet und überwacht. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der sorgfältigen Umsetzung der konstruktiven Anschlüsse, der Dämmarbeiten und des hochwertigen Innenausbaus. So wurde aus dem entkernten Rückgebäude neuer Wohnraum, der energetische Qualität, ökologische Materialien und eine klare Gestaltung miteinander verbindet.
Projektdaten
Projekt
Generalsanierung und Neuordnung eines Leerstandes
Ort
Augsburg-Innenstadt
Maßnahmen
Neue Grundrissplanung, Koordination des Innenausbaus, Dämmung der Fassade, Planung des neuen Dachstuhls mit hocheffizienter Dämmung
Materialien
Holzfaserdämmung und Zellulose-Einblasdämmung
Leistungen
Architektur- und Grundrissplanung, Eingabeplanung, Materialkonzept, Energiekonzept und energetische Baubegleitung
Energetisches Konzept für eine Wohnungseigentümergemeinschaft in München

Für ein historisches Stadthaus in München wurde ein energetisches Gesamtkonzept entwickelt, das die besonderen Anforderungen einer Wohnungseigentümergemeinschaft mit dem langfristigen Erhalt des Gebäudes verbindet. Ziel war es, einen realistischen Weg von der bestehenden Wärmeversorgung hin zu einer zukunftsfähigen und schrittweise umsetzbaren Lösung aufzuzeigen.
Das Gebäude wurde bislang über einzelne Gasetagenheizungen versorgt. Diese Struktur ermöglicht den Bewohnern zwar eine weitgehend unabhängige Wärmeerzeugung, erschwert jedoch die gemeinsame Umstellung auf ein erneuerbares Heizsystem. Eine zentrale Wärmeversorgung hätte umfangreiche Eingriffe in das bewohnte Gebäude und den Aufbau eines neuen gemeinschaftlichen Verteilnetzes erfordert.
Als Alternative wurde die Umstellung auf dezentrale Etagenwärmepumpen untersucht. Dabei bleibt die eigenständige Versorgung der einzelnen Wohnungen grundsätzlich erhalten. Die vorhandenen Gasthermen können schrittweise und entsprechend dem Sanierungsbedarf der jeweiligen Einheit ersetzt werden. Damit lässt sich die Wärmeversorgung über mehrere Etappen erneuern, ohne dass sämtliche Wohnungen gleichzeitig umgebaut werden müssen.
Das energetische Konzept betrachtet die neue Anlagentechnik nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit dem Zustand der Gebäudehülle, den erforderlichen Heizleistungen und den architektonischen Qualitäten des historischen Stadthauses. Die einzelnen Maßnahmen wurden technisch aufeinander abgestimmt und in eine sinnvolle zeitliche Reihenfolge gebracht.
So entstand eine langfristige Entscheidungsgrundlage für die Wohnungseigentümergemeinschaft. Sie zeigt, wie sich die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern schrittweise reduzieren lässt und gleichzeitig die unterschiedlichen Investitionszyklen, Eigentumsverhältnisse und baulichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden können.
Projektdaten
Projekt
Energetisches Konzept für eine Wohnungseigentümergemeinschaft
Ort
München
Gebäude
Historisches innerstädtisches Mehrfamilienhaus
Ausgangssituation
Dezentrale Wärmeversorgung über Gasetagenheizungen
Konzept
Schrittweise Umstellung auf dezentrale Etagenwärmepumpen
Schwerpunkte
Technische Machbarkeit, stufenweise Umsetzung, Abstimmung mit der Gebäudehülle und Berücksichtigung der besonderen Entscheidungsstrukturen einer Wohnungseigentümergemeinschaft
