Wir entwickeln bestehende Wohngebäude architektonisch und energetisch weiter. Von der Neuordnung der Grundrisse über die Genehmigungsplanung bis zum Energiekonzept und zur Umsetzung begleiten wir anspruchsvolle Altbausanierungen in München und der Region.
Altbestand in München vor der Sanierung
Bestehende Gebäude ganzheitlich weiterdenken
Eine gute Altbausanierung beginnt nicht mit einzelnen Produkten oder Maßnahmen, sondern mit einem genauen Verständnis des vorhandenen Gebäudes. Baukonstruktion, Grundrisse, Materialien, Energieverbrauch und technische Anlagen müssen gemeinsam betrachtet werden.
Dabei geht es um mehr als eine neue Heizung oder eine zusätzliche Dämmschicht. Eine Sanierung bietet die Gelegenheit, Raumfolgen neu zu ordnen, Wohnflächen besser zu nutzen, Tageslicht zu gewinnen und das Gebäude langfristig auf veränderte Anforderungen vorzubereiten.
Wir verbinden architektonische Planung mit energetischer Fachplanung. So entsteht ein Gesamtkonzept, in dem Gestaltung, Konstruktion, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit aufeinander abgestimmt sind.
Energieeffizienz sollte nicht gegen die Architektur arbeiten, sondern aus ihr heraus entwickelt werden.
Gestalterisches Gesamtkonzept
Was eine gute Altbausanierung auszeichnet
Eine Altbausanierung ist immer eine individuelle Planungsaufgabe. Bauzeit, Konstruktion, frühere Veränderungen und die heutigen Anforderungen der Bewohner unterscheiden sich von Gebäude zu Gebäude. Standardlösungen werden dieser Vielfalt nur selten gerecht.
Entscheidend ist deshalb ein Gesamtkonzept, das die Qualitäten des Bestands erkennt und funktionale, gestalterische sowie energetische Maßnahmen sinnvoll miteinander verbindet. Vier Grundsätze bilden dafür die Grundlage:
01
Substanz verstehen
Vorhandene Konstruktionen, Materialien und frühere Umbauten werden erfasst und bewertet. Dabei berücksichtigen wir sowohl erhaltenswerte Qualitäten als auch bauliche, energetische und funktionale Schwachstellen.
02
Potenziale erkennen
Viele Altbauten besitzen Flächen und räumliche Möglichkeiten, die im vorhandenen Grundriss kaum genutzt werden. Durch gezielte Eingriffe können neue Raumbeziehungen, bessere Belichtung und zusätzliche Wohnqualität entstehen.
03
Maßnahmen abstimmen
Grundrissänderungen, Dämmung, Fenster, Dach und Heizsystem beeinflussen sich gegenseitig. Werden diese Themen frühzeitig gemeinsam geplant, lassen sich Fehlentscheidungen und unnötige spätere Eingriffe vermeiden.
04
Langfristig planen
Nicht jede Sanierung muss in einem Schritt erfolgen. Ein abgestimmtes Gesamtkonzept ermöglicht es, Maßnahmen sinnvoll zu gliedern und dennoch ein klares architektonisches und energetisches Ziel zu verfolgen.

Innenraum eines sanierten Einfamilienhauses in München

Sanierung mit dem Auge für Details
Architektur und Umbau im Bestand
Altbauten müssen sich an heutige Lebensformen anpassen können, ohne ihren Charakter zu verlieren. Wir untersuchen deshalb nicht nur den baulichen Zustand, sondern auch die Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes.
Dazu gehören insbesondere:
- Bestandsaufnahme und Analyse des Gebäudes
- Neuordnung und Optimierung der Grundrisse
- Öffnung und Verbindung bestehender Räume
- Dachausbau und Entwicklung zusätzlicher Wohnfläche
- Planung von Gauben, Anbauten und Erweiterungen
- Verbesserung von Belichtung und Raumbeziehungen
- Entwurfs- und Materialkonzepte
- Eingabe- und Genehmigungsplanung
- Ausschreibung, Vergabe und Bauüberwachung
Veränderungen an Dach, Fassade, Nutzung oder tragenden Bauteilen können eine Genehmigung oder eine weitergehende fachliche Prüfung erfordern. Deshalb beziehen wir die bau- und planungsrechtlichen Rahmenbedingungen frühzeitig in die Entwurfsplanung ein.
Der Charakter eines Hauses zeigt sich im Detail.
Historische Beschläge, profilierte Türen, alte Dielen, Naturstein, sorgfältig gesetzte Anschlüsse oder Spuren früherer Nutzungen prägen die Atmosphäre eines Gebäudes. Oft sind es gerade diese unscheinbaren Elemente, die einem Haus seine Identität geben.
Wir prüfen deshalb, welche Details erhalten, instand gesetzt oder wieder sichtbar gemacht werden können. Neue Materialien und Einbauten werden so entwickelt, dass sie den Bestand ergänzen, ohne seine Geschichte zu überdecken.
Im Detail weitergedacht.
Ausgewählte Lösungen aus unseren Projekten zeigen, wie vorhandene Qualitäten bewahrt und durch präzise geplante Einbauten, Materialien und Anschlüsse ergänzt werden.
Häufige Fragen zur Altbausanierung in München
Eine Altbausanierung in München wirft viele Fragen auf: Welche Maßnahmen sind wirklich sinnvoll? Was muss genehmigt werden, welche Kosten sind zu erwarten und in welcher Reihenfolge sollten Umbau, energetische Sanierung und neue Haustechnik geplant werden?
Hier beantworten wir häufige Fragen zu Planung, Förderung, Wärmepumpe, Bauablauf und Bauüberwachung. Da jedes Bestandsgebäude andere Voraussetzungen mitbringt, sollten die einzelnen Maßnahmen jedoch immer auf die vorhandene Bausubstanz und die Ziele der Eigentümer abgestimmt werden.
Ihre Frage ist nicht dabei? → Projekt besprechen
Die Kosten hängen vom Zustand des Gebäudes, dem gewünschten Ausbaustandard und dem Umfang der Eingriffe ab. Eine belastbare Einschätzung ist erst nach einer Bestandsaufnahme und einer klaren Definition der Maßnahmen möglich. Für eine realistische Kostenplanung sollten auch Reserven für Bauteile vorgesehen werden, deren Zustand vor Beginn der Arbeiten nicht vollständig einsehbar ist.
Reine Instandhaltungsarbeiten können teilweise ohne Genehmigung möglich sein. Grundrissänderungen, Eingriffe in tragende Bauteile, Dachausbauten, Gauben, Anbauten oder Nutzungsänderungen können dagegen genehmigungspflichtig sein. Im Denkmal- oder Ensembleschutz können zusätzliche Erlaubnisse und Abstimmungen erforderlich werden. Die konkrete Situation muss deshalb projektbezogen geprüft werden.
Zunächst sollten Gebäude, Nutzung und langfristige Ziele gemeinsam untersucht werden. Danach lassen sich Maßnahmen an Konstruktion, Gebäudehülle und Heiztechnik sinnvoll ordnen. Eine neue Heizung sollte beispielsweise nicht unabhängig von zukünftigen Dämmmaßnahmen, Heizflächen und dem tatsächlichen Wärmebedarf dimensioniert werden.
Eine Wärmepumpe kann auch in einem bestehenden Gebäude sinnvoll eingesetzt werden. Entscheidend sind unter anderem Heizlast, erforderliche Vorlauftemperatur, vorhandene Heizflächen und der energetische Zustand des Gebäudes. Ob vorher einzelne Maßnahmen an der Gebäudehülle oder Wärmeverteilung erforderlich sind, muss individuell untersucht werden.
Fördermöglichkeiten können für die Energieberatung, die Planung und verschiedene energetische Maßnahmen bestehen. Zusätzlich zu bundesweiten Angeboten gibt es teilweise kommunale oder regionale Programme. Da sich Bedingungen und Antragswege ändern können, sollte die Förderung vor Beauftragung und Beginn der jeweiligen Maßnahme projektbezogen geprüft werden.
Die Dauer hängt von Planungsumfang, Genehmigungsverfahren, Ausschreibung und Bauausführung ab. Eine umfassende Sanierung benötigt in der Regel eine sorgfältige Vorbereitungsphase. Je früher Architektur, Energieplanung und Genehmigung aufeinander abgestimmt werden, desto verlässlicher kann der weitere Ablauf organisiert werden.
Ja. Voraussetzung ist, dass die einzelnen Maßnahmen einem übergeordneten Gesamtkonzept folgen. Dadurch wird vermieden, dass ein früher Sanierungsschritt spätere Arbeiten erschwert oder technische Komponenten nicht zueinander passen.
Wir können das Projekt von der ersten Analyse über Entwurf und Genehmigungsplanung bis zur Ausschreibung und Bauüberwachung begleiten. Der konkrete Leistungsumfang wird auf die Aufgabenstellung und den gewünschten Grad der Begleitung abgestimmt.










